JumpCloud Preise 2027: Pakete, Grenzen des Free Tiers und echte Kosten pro Nutzer

October 19, 2026
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JumpCloud pricing 2027

Für IT-Leiter und IT-Verantwortliche in Unternehmen mit 50 bis 500 Beschäftigten, die JumpCloud für 2027 budgetieren, eine Testphase oder ein altes Gratiskonto verlassen oder eine Verlängerung vorbereiten.

Die öffentlichen Preise von JumpCloud beginnen bei 9 $ pro Nutzer und Monat für Device Management, 11 $ für SSO und 13 $ für Device Identity Management bei jährlicher Abrechnung, bei monatlicher Abrechnung jeweils 2 $ mehr. Platform Essentials, Platform und Platform Prime gibt es nur auf Anfrage. Neue Konten erhalten keinen kostenlosen Tarif, sondern eine 30-tägige Testphase: Kostenlos bis 10 Nutzer und 10 Geräte bleibt JumpCloud nur für Konten, die vor dem 1. Februar 2024 angelegt wurden. Wer Anwendungen und Geräte mit den beiden Self-Service-Produkten abdeckt, zahlt 20 $ pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, ohne Premium-Support. MSPs mit Bedarf an Multi-Tenant-Preisen wenden sich an das Partnerprogramm von JumpCloud, das dieser Artikel nicht behandelt.

Aktualisiert am 29. September 2026. Alle Preise am selben Tag auf jumpcloud.com geprüft.

Das Wichtigste in Kürze

  • JumpCloud veröffentlicht drei Self-Service-Produkte: Device Management für 9 $, SSO für 11 $ und Device Identity Management für 13 $ pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung.
  • Laut Kauf-FAQ von JumpCloud gilt die kostenlose Nutzung von JumpCloud (10 Nutzer, 10 Geräte) nur für Konten, die vor dem 1. Februar 2024 angelegt wurden; neuere Konten starten mit einer 30-tägigen Testphase.
  • Die Produkte SSO und Device Management von JumpCloud kosten zusammen 20 $ pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, also 12.000 $ pro Jahr für 50 Nutzer, ohne Mehrwertsteuer.
  • JumpCloud berechnet gesperrte Nutzer wie aktive Nutzer und rechnet jeden Monat nach der höchsten erreichten Zahl an Nutzern oder Geräten ab.
  • Kein JumpCloud-Paket enthält Zugriffsüberprüfungen, und SaaS Discovery gibt es nur in Platform Prime, einem Paket auf Anfrage.

Was kostet JumpCloud 2027?

JumpCloud hat keine eigene Preisliste für 2027 veröffentlicht. Massgeblich für die Budgetplanung ist daher die Preisliste, die am 29. September 2026 gilt. Sie umfasst drei Self-Service-Produkte mit öffentlichem Preis pro Nutzer, drei Pakete über den Vertrieb und 19 Einzelfunktionen, die à la carte buchbar sind.

JumpCloud ist eine Cloud-Verzeichnisplattform, die Identitäten, Single Sign-On (SSO), Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und Geräte in einer Konsole verwaltet. Abgerechnet wird pro Nutzer und Monat, wahlweise jährlich oder monatlich; JumpCloud wirbt dafür mit „Save up to 18%“ (bis zu 18 % Ersparnis).

Preisliste von JumpCloud (jumpcloud.com, Stand 29. September 2026)
Produkt oder PaketJährliche AbrechnungMonatliche AbrechnungLeistungsumfang
Device Management9 $ pro Nutzer/Monat11 $ pro Nutzer/MonatMobile Device Management (MDM), Patch-Management, Fernzugriff, System-Insights
SSO11 $ pro Nutzer/Monat13 $ pro Nutzer/MonatCloud-Verzeichnis, SSO, MFA, Nutzer-Lebenszyklus, Passwortmanager
Device Identity Management13 $ pro Nutzer/Monat15 $ pro Nutzer/MonatGeräteverwaltung plus Identitätsverwaltung und MFA auf Geräten
Platform EssentialsAuf AnfrageNicht veröffentlichtIdentitäten, Geräte, SSO und passwortlose Anmeldung; maximal 300 Nutzer
PlatformAuf AnfrageNicht veröffentlichtZusätzlich Cloud LDAP, Cloud RADIUS und Fernzugriff
Platform PrimeAuf AnfrageNicht veröffentlichtZusätzlich Zero Trust, KI- und SaaS-Management, Premium-Support
Premium-Support (Zusatz)2 $ pro Nutzer/Monat3 $ pro Nutzer/MonatSupport rund um die Uhr; in Platform Prime enthalten

Quelle: Preisseite von JumpCloud. Preise in US-Dollar, ohne Mehrwertsteuer.

Was enthalten die Pakete auf Anfrage?

Die drei Pakete bündeln Identitäten und Geräte, die bei den Self-Service-Produkten getrennt sind.

  • Platform Essentials vereint Cloud-Verzeichnis, SSO, MFA, Geräteverwaltung und passwortlose Authentifizierung (JumpCloud Go), verzichtet aber auf den Fernzugriff und ist auf 300 Nutzer begrenzt.
  • Platform ergänzt Cloud LDAP, Cloud RADIUS und Fernzugriff.
  • Platform Prime ergänzt Conditional Access, Zugriffsanfragen (Access Requests), Asset-Management, die vier SaaS-Funktionen (SaaS Discovery, SaaS License Management, SaaS Access Control, SaaS Insights) und Premium-Support.

Alle drei enthalten Agentic IAM Lifecycle Management, eine Funktion, die JumpCloud nicht einzeln verkauft.

Warum nennen manche Seiten 19 $ oder mehr für Platform?

Weil JumpCloud keinen Platform-Preis veröffentlicht und die kursierenden Zahlen Schätzungen sind. Der Leitfaden von AccessOwl schreibt, Platform „costs $19 per user per month“ (kostet 19 $ pro Nutzer und Monat), und nennt eine Stufe „Core directory“ für 13 $. Checkthat.ai gibt eine Vendr-Zahl von rund 15,84 $ pro Nutzer und Monat wieder.

Keiner dieser Beträge steht auf jumpcloud.com. Dort zeigen Platform Essentials, Platform und Platform Prime alle „Contact Sales“, und Cloud Directory ist eine Einzelfunktion für 3 $, keine Stufe für 13 $. Ein Platform-Preis aus anderen Quellen spiegelt die Verhandlung eines einzelnen Unternehmens, keinen Listenpreis.

Ist JumpCloud für 10 Nutzer kostenlos?

Nur für ältere Konten. Die Kauf-FAQ von JumpCloud hält fest, dass Kunden, die sich „prior to February 1, 2024“ (vor dem 1. Februar 2024) registriert haben, JumpCloud weiterhin kostenlos mit bis zu 10 Nutzern und 10 Geräten nutzen können, mit Premium-Support rund um die Uhr in den ersten 10 Tagen und kostenlosem Remote Assist für beliebig viele Geräte. Jedes seitdem angelegte Konto startet mit einer kostenlosen 30-tägigen Testphase, und die Preisseite nennt überhaupt keinen kostenlosen Tarif mehr.

Die Verwirrung entsteht durch Quellen, die sich gegenseitig widersprechen, manchmal sogar selbst.

Was die Quellen zum Free Tier von JumpCloud sagen
QuelleAussageDeckt sich mit der JumpCloud-FAQ?
Kauf-FAQ von JumpCloudKostenlos bis 10 Nutzer und 10 Geräte für Konten vor dem 1. Februar 2024; 30-tägige Testphase für alle anderenReferenz
Preisseite von JumpCloudKein kostenloser Tarif; „Start a 30-day trial“Ja
Test von Siit (Fakten geprüft im August 2026)Der alte Free Tier galt nur für Konten vor dem 1. Februar 2024Ja
Leitfaden von SuperOps (aktualisiert am 31. August 2026)Fliesstext: kein kostenloser Tarif. FAQ-Markup: ein Free Tier für bis zu 10 NutzerWiderspricht sich selbst
Checkthat.ai (aktualisiert am 30. März 2026)Der Free Tier sei am 1. Juli 2025 abgeschafft wordenDatum steht nirgends auf jumpcloud.com

Wer noch ein altes Gratiskonto nutzt, sollte vorsichtig bleiben. Ein Thread auf r/JumpCloud trägt den Titel „JumpCloud cancelling grandfathered free plans“, einer auf r/msp „JumpCloud no longer free under 10 users“. Die FAQ von JumpCloud ist undatiert: Läuft Ihr Unternehmen noch auf einem Gratiskonto, prüfen Sie die Abrechnungsseite Ihrer Admin-Konsole, bevor Sie 2027 darauf aufbauen.

Was passiert nach der 30-tägigen Testphase?

Laut Preis-FAQ von JumpCloud öffnet die Testphase die gesamte Plattform „with zero restrictions“ (ohne Einschränkungen) und enthält Premium-Support rund um die Uhr. Am 30. Tag wechseln Sie über den Checkout der Konsole in einen Bezahltarif oder bitten den Vertrieb um eine Verlängerung. Bestehende zahlende Kunden können zudem einzelne Funktionen vorab testen.

Was kostet JumpCloud wirklich pro Nutzer?

Für ein Unternehmen, das laut öffentlicher Preisliste sowohl SSO für Anwendungen als auch Geräteverwaltung braucht: 20 $ pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, 22 $ mit Premium-Support. Das ist mehr als das Doppelte des Einstiegspreises von 9 $, weil die Self-Service-Produkte von JumpCloud Anwendungen und Geräte trennen.

Warum zahlen Sie fast nie den Einstiegspreis von 9 $?

Das Produkt Device Management für 9 $ verwaltet Laptops und Smartphones, enthält aber weder Cloud-Verzeichnis noch SSO noch MFA für Nutzer. Das Produkt SSO für 11 $ deckt Identitäten und App-Zugriffe ab, aber keine Geräteverwaltung. Device Identity Management für 13 $ ergänzt Identität und MFA auf Geräten, weiterhin ohne SSO für Ihre SaaS-Anwendungen. Die einzigen Bündel, die beides abdecken, Platform Essentials und darüber, haben keinen öffentlichen Preis.

Gegenüber dem Einzelkauf von Funktionen bleiben die Self-Service-Produkte günstig. Corma hat die À-la-carte-Preise der enthaltenen Funktionen addiert:

JumpCloud-Produkte und dieselben Funktionen à la carte (jährliche Abrechnung)
ProduktProduktpreisEnthaltene FunktionenDieselben Funktionen à la carteErsparnis
SSO11 $6: Cloud-Verzeichnis, MFA, SSO, Nutzer-Lebenszyklus, Passwortverwaltung, Directory Insights18 $39 %
Device Management9 $7: MDM, System-Insights, Patch-Management, Fernzugriff, externe Identitätsföderation, plus 2 Funktionen ohne Einzelpreis17 $ für die 5 bepreisten FunktionenMindestens 47 %
Device Identity Management13 $10: die Gerätefunktionen plus Cloud-Verzeichnis, MFA und Identitätsverwaltung für Geräte27 $ für die 8 bepreisten FunktionenMindestens 52 %

Quelle: Berechnung von Corma auf Basis der Funktionsmatrix auf jumpcloud.com/pricing, 29. September 2026. Preise pro Nutzer und Monat.

À la carte, mit 3 bis 5 $ pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, lohnt sich, um eine einzelne Lücke zu schliessen, etwa Cloud RADIUS für die WLAN-Authentifizierung für 3 $. Für einen vollständigen Stack ist es der teuerste Weg.

Monatliche oder jährliche Abrechnung?

Die jährliche Abrechnung ist 13 bis 18 % günstiger: 9 $ statt 11 $ für Device Management (18 %), 11 $ statt 13 $ für SSO (15 %) und 13 $ statt 15 $ für Device Identity Management (13 %). Der Preis dafür ist die Bindung. Laut Kauf-FAQ von JumpCloud werden Nutzer über der jährlichen Zusage als Mehrverbrauch „at the rate of your annual package“ (zum Tarif Ihres Jahrespakets) berechnet, und eine Jahresbestellung ist für die gesamte Laufzeit geschuldet.

Jahresbudget für JumpCloud SSO + Device Management zum Listenpreis
NutzerJährlich (20 $)Jährlich + Premium-Support (22 $)Monatlich (24 $)Monatlich + Premium-Support (27 $)
256.000 $6.600 $7.200 $8.100 $
5012.000 $13.200 $14.400 $16.200 $
10024.000 $26.400 $28.800 $32.400 $
25060.000 $66.000 $72.000 $81.000 $

Quelle: Berechnung von Corma auf Basis der JumpCloud-Listenpreise, 29. September 2026. Ohne Mehrwertsteuer und ohne verhandelte Rabatte.

Welche Abrechnungsregeln treiben die Rechnung nach oben?

Drei Regeln aus den FAQs von JumpCloud fügen Lizenzen hinzu, die in vielen Budgets fehlen: Gesperrte Nutzer werden berechnet, die Rechnung folgt dem Monatshöchststand, und die Preise verstehen sich ohne Mehrwertsteuer. Auch Verlängerungs- und Ausstiegsbedingungen zählen.

Werden gesperrte Nutzer berechnet?

Ja. Die Preis-FAQ von JumpCloud antwortet: „Suspended users are retained in the system during the time they are suspended and are billed as normal users“ (gesperrte Nutzer bleiben im System und werden wie normale Nutzer berechnet). Ein Team, das ausscheidende Mitarbeitende sperrt statt löscht, oft um eine Audit-Spur zu behalten, zahlt für jede ehemalige Person eine volle Lizenz. Ein Thread auf r/JumpCloud mit dem Titel „Jumpcloud licensing“ endet mit demselben Rat: inaktive Mitarbeitende, die nicht mehr in JumpCloud gehören, löschen. Die Lösung ist, die Löschung an das Austrittsdatum im HR-System zu koppeln, wie es Werkzeuge tun, die das Offboarding aus dem HR-System automatisieren.

Wie funktioniert die Abrechnung nach Höchststand?

Die Kauf-FAQ von JumpCloud erklärt, dass nach dem „high-water mark“ abgerechnet wird, also nach der höchsten Gesamtzahl an Nutzern oder Geräten, die zu irgendeinem Zeitpunkt im Monat auf der Plattform waren. Zehn externe Kräfte, die im März für eine Woche angelegt werden, kosten zehn Lizenzen für den ganzen März. Rechnungsstellung ist erst ab 2.000 $ pro Monat möglich; kleinere Konten zahlen per Karte oder ACH-Überweisung jeweils am 1. des Monats für den Vormonat.

Was sagen Kunden zu Preiserhöhungen?

JumpCloud veröffentlicht keine Verlängerungsrichtlinie, daher sind Bewertungen das beste Signal. Auf Capterra schreiben Kunden, der Preis „has been increasing day by day, which impacts our budget planning“ (steigt von Tag zu Tag, was die Budgetplanung belastet), und dass die Kostenstruktur das Wachstum erschwert. Auf G2 merkt ein Nutzer an, dass der Preis mit jeder zusätzlichen Funktion schnell steigen kann. Siit berichtet von Erhöhungen um rund 10 % bei der Verlängerung und hält zugleich fest, dass JumpCloud diese Zahl nicht veröffentlicht. Praktische Konsequenz: Lassen Sie sich vor der Unterschrift eine Obergrenze für Preiserhöhungen schriftlich zusichern.

Was ändert sich für Unternehmen in der EU?

  • Mehrwertsteuer. Die Preis-FAQ von JumpCloud sagt: „JumpCloud is not a VAT registered entity. Prices shown are exclusive of VAT.“ Für Dienstleistungen von einem Anbieter ausserhalb der EU sollten Unternehmen laut Portal Ihr Europa der Europäischen Kommission „Mehrwertsteuer in der Regel zu dem in Ihrem Land geltenden Satz entrichten“, im Verfahren der Umkehrung der Steuerschuldnerschaft (Reverse Charge), in Deutschland also 19 %. Für die meisten Unternehmen ist diese Steuer als Vorsteuer abziehbar, für Organisationen ohne vollen Vorsteuerabzug wird sie zu echten Kosten.
  • Datenstandort. JumpCloud hat am 24. Juli 2025 ein Rechenzentrum in der EU eröffnet. Konten, die danach angelegt wurden, können eine Speicherung in der EU wählen; bestehende Kunden werden nicht migriert. Ein Punkt, den Sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten klären sollten, wenn die DSGVO Ihre Hosting-Entscheidungen leitet.
  • Ausstiegsbedingungen. Die Nutzungsbedingungen von JumpCloud (Stand 12. Juni 2026) regeln den Fall eines gesetzlichen Rechts auf Anbieterwechsel, etwa nach dem EU Data Act: zwei Monate schriftliche Kündigungsfrist und keine Wechselgebühren, aber „There is no right to any refund“ (kein Anspruch auf Erstattung). Wer im 6. Monat einer zweijährigen Bestellung wechselt, zahlt das zweite Jahr trotzdem. Wählen Sie die Laufzeit daher nach Ihrer Planungssicherheit.

Was deckt die Preisliste von JumpCloud nicht ab?

Die Governance der Anwendungen hinter dem Verzeichnis. Die Preisseite von JumpCloud nennt keine Funktion für Zugriffsüberprüfungen oder Zugriffszertifizierungen, in keinem Paket. SaaS Discovery, SaaS Access Control und SaaS Insights gibt es nur in Platform Prime, einem Paket auf Anfrage. SaaS License Management und Access Requests sind zusätzlich à la carte buchbar (3 $ und 5 $ pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung).

Eine Zugriffsüberprüfung ist eine regelmässige Kontrolle durch eine Führungskraft oder einen Anwendungsverantwortlichen, ob jede Person ihre Zugriffsrechte noch benötigt. Für die Compliance verlangen ISO-27001- und SOC-2-Audits in der Regel einen Nachweis, und der Aufwand wächst mit jeder Anwendung. Héloïse Rozès, CEO und Mitgründerin von Corma, hat ihn 2025 in einem Interview mit SDBR News beziffert (aus dem Französischen übersetzt): „Ein IT-Leiter braucht 400 Stunden, um alle Zugriffe seiner 500 Anwendungen manuell zu überprüfen“, und das „alle vier Monate“.

„Die Anforderungen an Zugriffsüberprüfungen wurden verschärft, und das ist ein echter Schmerzpunkt für mittelständische Unternehmen [...] Die Regulierung nimmt zu, aber die IT-Teams wachsen weder personell noch im Budget.“

So beschrieb Héloïse Rozès den Druck im Dezember 2025 gegenüber Revenue Brew (aus dem Englischen übersetzt). Nikolai Fomm, COO und Mitgründer von Corma, kommt in Cormas Vergleich der IAM-Lösungen für KMU und Mittelstand (Juni 2026) zu einem ähnlichen Schluss über JumpCloud: Die Funktionen für Identitäts-Governance und Zugriffszertifizierung seien „weniger ausgereift als bei spezialisierten IGA-Plattformen“ (aus dem Englischen übersetzt).

Ein Verzeichnis steuert ausserdem nur die Anwendungen, die per SSO oder SCIM angebunden sind. Tools, die per Firmenkreditkarte ausserhalb von SSO gekauft wurden, behalten eigene Konten, und ihre Lizenzen verlängern sich, ob sich jemand anmeldet oder nicht. Sie aufzuspüren ist Aufgabe einer SaaS-Management-Plattform, nicht des Verzeichnisses.

Wenn JumpCloud als Verzeichnis gut funktioniert, müssen Sie es nicht ersetzen, um diese Lücke zu schliessen. Sie können JumpCloud mit Corma verbinden und die Zugriffe aller Anwendungen an einem Ort überprüfen.

Wie arbeitet Corma mit JumpCloud zusammen?

Corma ist eine europäische Plattform für SaaS-Management und Identitäts-Governance, die sich mit JumpCloud als Identitätsanbieter verbindet, statt es zu ersetzen. JumpCloud behält Verzeichnis, SSO und Geräte; Corma ergänzt die Governance-Schicht darüber.

  • Seit November 2025 automatisiert die JumpCloud-Integration Provisionierung und Deprovisionierung, ruft Nutzerlisten samt letzter Aktivität ab und ermöglicht die Überprüfung von Berechtigungen und Rollen direkt in Corma (Corma-Changelog vom 10. November 2025).
  • Seit Juni 2026 können Admins JumpCloud-Nutzer beim Offboarding oder Rollenwechsel direkt aus Corma sperren (Corma-Changelog vom Juni 2026).
  • Automatisierte Zugriffsüberprüfungen laufen auf den Identitäten, die bereits in JumpCloud liegen, mit auditfähigem Reporting.
  • Datenhaltung in der EU in allen Corma-Tarifen und Zertifizierung nach ISO/IEC 27001:2022.
JumpCloud und Corma: wer macht was
BedarfJumpCloudCorma über JumpCloud
Cloud-Verzeichnis, SSO, MFAProdukt SSO (11 $) oder PaketeNutzt JumpCloud als Quelle der Identitäten
Geräteverwaltung und PatchesDevice Management (9 $) oder PaketeNicht abgedeckt, bleibt in JumpCloud
ZugriffsüberprüfungenIn keinem Paket aufgeführtAutomatisierte Zugriffsüberprüfungen (Pro-Tarif)
SaaS-Erkennung, auch ausserhalb von SSONur Platform PrimeShadow-IT-Erkennung und Browser-Erweiterung
Ungenutzte Lizenzen und SaaS-AusgabenSaaS License Management (3 $) oder Platform PrimeUngenutzte Lizenzen finden und kündigen, in allen Tarifen
Offboarding von Apps ausserhalb von SSOLebenszyklus für angebundene AppsProvisionierung und Deprovisionierung über APIs und Browser-Agenten
DatenstandortEU-Rechenzentrum für Konten ab dem 24. Juli 2025Datenhaltung in der EU in allen Tarifen

„Für mittelständische Unternehmen ergibt es keinen Sinn, zwei verschiedene Tools für die Governance ihrer Software zu haben“, fasste Héloïse Rozès im Dezember 2025 gegenüber Revenue Brew zusammen (aus dem Englischen übersetzt). Die Wirkung zeigt sich auch in kleinen Teams. Bei Yoti, einem E-Commerce-Unternehmen mit 30 Beschäftigten und mehr als 40 Software-Assets, stellt Gründer Vincent Corrèges fest: „Seit wir Corma haben, sparen wir 20 bis 30 % der Zeit bei Ein- und Austritten“ (aus dem Englischen übersetzt). Das Unternehmen senkte zudem seine jährlichen SaaS-Ausgaben um 8 %, indem es ungenutzte Lizenzen und doppelte Abonnements strich (Kundenstory Yoti).

Für das Budget beginnt die Preisgestaltung von Corma mit einem Freemium-Tarif (unbegrenzte Nutzer, bis zu 10 Anwendungen, Anbindung des Identitätsanbieters), gefolgt vom Essential-Tarif ab 3 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Bindung. Zugriffsüberprüfungen und automatisierte Provisionierung gehören zum Pro-Tarif, beschrieben auf der Seite zur Identitäts-Governance-Plattform.

Wie planen Sie das JumpCloud-Budget für 2027?

Gehen Sie von der Zahl der abrechenbaren Nutzer aus, nicht vom Einstiegspreis. Sechs Schritte genügen:

  1. Abrechenbare Nutzer zählen, gesperrte Konten eingeschlossen, und den Spitzenmonat notieren, denn JumpCloud rechnet den Monatshöchststand ab.
  2. Produkte nach Bedarf wählen: SSO für 11 $, Geräte für 9 $ oder 13 $, beides für 20 $ bei jährlicher Abrechnung. Unter 300 Nutzern lohnt ein Angebot für Platform Essentials zum Vergleich.
  3. Abrechnungszeitraum festlegen: jährlich spart 13 bis 18 %, monatlich hält den Ausstieg günstig.
  4. Premium-Support ergänzen (2 $ pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung), wenn niemand im Team Störungen rund um die Uhr abdecken kann.
  5. Eine schriftliche Obergrenze für Preiserhöhungen verlangen, da JumpCloud keine Verlängerungsrichtlinie veröffentlicht.
  6. Governance separat budgetieren: Zugriffsüberprüfungen und SaaS-Lizenzkontrolle sind nicht in den Self-Service-Produkten enthalten.

Für 50 Nutzer mit jährlicher Abrechnung und Premium-Support sind das 13.200 $ pro Jahr ohne Mehrwertsteuer, noch vor jeder Governance-Schicht. Wie Zugriffsüberprüfungen und Lizenzkontrolle auf Ihrer eigenen JumpCloud-Umgebung aussehen, zeigt Ihnen eine Demo von Corma.

Häufige Fragen

Wofür wird JumpCloud verwendet?

JumpCloud ist eine Cloud-Verzeichnisplattform, die Identitäten, Single Sign-On, Multi-Faktor-Authentifizierung sowie Windows-, macOS- und Linux-Geräte in einer Konsole verwaltet. Unternehmen nutzen sie als Identitätsanbieter neben Google Workspace oder Microsoft 365, oft um ein lokales Active Directory zu ersetzen oder zu erweitern.

Was kostet JumpCloud pro Nutzer und Monat?

JumpCloud kostet 9 $ pro Nutzer und Monat für Device Management, 11 $ für SSO und 13 $ für Device Identity Management bei jährlicher Abrechnung, oder 11 $, 13 $ und 15 $ bei monatlicher Abrechnung. Einzelfunktionen kosten 3 bis 5 $, Premium-Support kommt mit 2 $ hinzu. Alle Preise verstehen sich ohne Mehrwertsteuer.

Bietet JumpCloud eine kostenlose Testphase?

Ja. JumpCloud bietet eine kostenlose 30-tägige Testphase der gesamten Plattform mit Premium-Support rund um die Uhr. Nach 30 Tagen wechselt das Konto in einen Bezahltarif, oder der Vertrieb verlängert die Testphase. Kostenlos bis 10 Nutzer und 10 Geräte bleiben laut JumpCloud nur Konten, die vor dem 1. Februar 2024 angelegt wurden.

Kann man JumpCloud-Funktionen einzeln kaufen?

Ja. JumpCloud verkauft 19 Funktionen einzeln, für 3 bis 5 $ pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, etwa Cloud RADIUS für 3 $ oder passwortlose Authentifizierung für 5 $. SaaS Discovery, SaaS Access Control und Agentic IAM Lifecycle Management gibt es nur innerhalb der Pakete.

Gibt es bei JumpCloud Preise für MSPs, Bildung oder Non-Profits?

Ja, aber nicht öffentlich. JumpCloud bietet exklusive Preise für MSPs und Channel-Partner in seinem Partnerprogramm sowie Sonderpreise für Bildungseinrichtungen und gemeinnützige Organisationen. Alle drei laufen über ein Kontaktformular.

Was sind die besten Alternativen zu JumpCloud?

Das hängt davon ab, was Sie ersetzen möchten. Okta und Microsoft Entra ID sind gängige Optionen für Identitäten, Jamf oder Kandji für Apple-Geräte und Rippling für Teams, die HR und IT in einem Tool vereinen wollen. Funktioniert JumpCloud als Verzeichnis und fehlt es an Governance, ergänzt Corma Zugriffsüberprüfungen und Lizenzkontrolle darüber. Unser Vergleich der JumpCloud-Alternativen geht jede Option durch.

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