IT Glossary
Föderierte Identität erlaubt eine einzige digitale Identität für Systeme mehrerer Organisationen. Funktionsweise und föderierte Identität vs SSO.
July 3, 2026
Eine föderierte Identität ist eine Anordnung, die es einem Nutzer erlaubt, sich auf eine einzige digitale Identität zu stützen, um auf Systeme mehrerer unabhängiger Organisationen oder Domänen zuzugreifen. Über eine Vertrauensbeziehung zwischen Identitätsanbietern und Service Providern authentifiziert sich der Nutzer einmal bei seinem Heim-IdP und erhält Zugriff auf föderierte Dienste, ohne separate Konten anzulegen. Föderation ist das, was domänenübergreifendes Single Sign-On möglich macht.
Beide Begriffe überschneiden sich, sind aber nicht identisch. Föderierte Identität funktioniert über getrennte Organisationen und Domänen hinweg, beruht auf Vertrauen zwischen eigenständigen Parteien und ermöglicht domänenübergreifendes SSO. SSO läuft üblicherweise innerhalb einer einzigen Organisation, stützt sich auf einen IdP für interne Apps und ist eine Fähigkeit, die Föderation liefern kann. Jede föderierte Vertrauensbeziehung ist zugleich ein Zugriffspfad, den die Governance nachverfolgen muss.
SSO meint üblicherweise eine Anmeldung über die Apps einer Organisation. Föderierte Identität weitet dieses Vertrauen auf getrennte Organisationen oder Domänen aus und ermöglicht domänenübergreifendes SSO.
Vor allem SAML und OpenID Connect, mit denen ein IdP Assertions ausstellt, denen ein Service Provider in einer anderen Domäne vertrauen kann.
Jede föderierte Vertrauensbeziehung ist ein aktiver Zugriffspfad. Wird sie nicht nachverfolgt und beim Ende einer Partnerschaft entzogen, kann sie unbeabsichtigten Zugriff offen lassen.